BF - Geschichte "Apfel oder Keks" - BITTE NUR LESEN!

Discussion in 'Fan Art, Fiction & Videos' started by Reztreha, Jul 4, 2016.

  1. Larat

    Larat Tavern Keeper

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    Auf Anfrage wechselnd.
    Liste der verfügbaren erscheint in meiner Signatur wenn ich endlich mal den elan/die Zeit aufbring sie abzutippen ;)
    Vollkommene Finsternis umfing Larat, als er als letzter durchs das Portal trat. Nicht einmal seine eigene Hand konnte man sehen, selbst wenn man sie sich direkt vor's Auge hielt. Zum Glück war er dank der scharfen Sinne des Tieres in ihm nicht unbedingt auf seine Augen angewiesen um sich in der Finsternis zurecht zu finden. Ausserdem konnte er dank seines Teleportationstalents feste Materie im Radius seiner Reichweite wahrnehmen, dies verhinderte das er z.b. mitten in einer Wand materialisieren würde.
    Grinsend musste er an einen Abend vor vielen Jahren zurückdenken, als Reztreha und er nach einem Trinkgelage zu faul zum nach Hause laufen waren. Zum Glück war nichts wirklich schlimmes passiert, aber am nächsten Tag wurden unzählige und unwillkürliche Sachbeschädigungen bei der Stadtwache gemeldet. Einige davon waren ziemlich rätselhaft, wie z.b. die Schäden in einem fest verschlossenem Porzellanladen die der Besitzer morgens beim aufschließen vorfinden musste. Als die beiden damals davon erfuhren musste Larat Reztreha ein "don't drink and teleport"-Versprechen für die Zukunft geben.

    Ein lautes Fluchen Reztrehas, kurz vor ihm holte ihn wieder in die Gegenwart zurück. Ausserdem vernahm er schmerzerfüllte Geräusche von Eefnerof und Chinshay. Die beiden letzteren hatten das Portal gemeinsam durchschritten und waren in der Finsternis sofort stehen geblieben, was dazu führte das Reztreha der direkt hinter ihnen durchging die beiden über den Haufen gerannt hatte und sie nun alle drei am Boden lagen.
    Einen Moment, ich mache sofort Licht rief er ihnen zu. Während er in seinem Gepäck nach einer Fackel kramte fragte er sich einen Moment wo sich Triplehelix befinden mochte der als erster hindurch gegangen war und von dem er noch nichts gehört hatte. Dann nahm er ihn aber ein Stück weiter den Gang entlang war, anscheinend hatte dieser auch kein wirkliches Problem mit der Finsternis.
    Noch bevor er dazu kam die Fackel zu entzünden ging auf einmal ein leichtes bläuliches leuchten von einer der Gestalten vor ihm am Boden aus. Es war Chinshay von der dieses Leuchten ausging und das sich langsam verstärkte bis man im Umkreis von etwa 20 Meter alles erkennen konnte.
    Ok, dann doch keine Fackel gab Larat von sich. Nun wo man etwas sehen konnte rappelten die 3 sich auf. Wo ist Triplehelix fragte Eefnerof besorgt als sie ihn niergends entdecken konnte.
    Ein Stück weiter den Gang runter beantwortete Larat ihre Frage. Na dann lasst uns zum ihm aufschließen und diese Höhle verlassen um raus zu finden wo wir uns befinden meinte Reztreha nachdem er sich versichert hatte das es den beiden von ihm umgerannten gut ging.
    Ah, da seid ihr ja endlich gab Triplehelix von sich als sie ihn einholten. Auch wenn dir die Dunkelheit anscheinend nichts ausmachte hättest du ja auf uns warten können anstatt einfach voraus zu gehen erwiederte Reztreha ein wenig erbost.
    Jetzt fangt nicht an zu streiten sondern lasst uns weiter gehen meinte Chinshay was Eefnerof sofort befürwortete, froh darüber den Streit damit zu verhindern.
    Ja ist ja schon gut grummelte Reztreha vor sich hin als sie ihren weg vortsetzten.

    Nach einigen Minuten, in denen Eefnerof und Larat versuchten die gereizte Stimmung der anderen etwas aufzubessern erreichten sie das ende des Tunnels. Beim Anblick der Umgebung der sich ihnen im freien darbot waren sie alle erst einmal schockiert. Alles um sie herum wirkte seltsam und unnatürlich, irgendwie wie in einem Zerrspiegel der Realität. Was sie alle am meisten verwirrte war der Anblick des Himmels über den Blitze hin und her zuckten und an dem überall Stellen zu sehen waren die wie blutende Wunden aussahen.
    In einiger Entfernung war ein Berg zu sehen von dem eine seltsame Aura der Dunkelheit ausging.
    Anscheinend befinden wir uns in einer anderen Dimension meinte Triplehelix als sie sich ein wenig von dem Anblick erholt hatten. Ja damit scheinst du richtig zu liegen stimmte Chinshay ihm zu. Wir sollten uns einen Ort suchen an dem wir ein Nachtlager aufschlagen können und uns dann Gedanken über unsere nächsten Schritte machen meinte sie weiter. Dem konnten die anderen nur zustimmen.

    Als sie nach einiger Zeit einen geeigneten Platz gefunden hatten saßen sie eine weile lang schweigend und nachdenklich beieinander. Was war dies doch nur für eine düstere beklemmende Welt in die sie geraten waren.
    Irgendwann fiel Larat der seltsame Kristall wieder ein den er in Mutnemeds Versteck gefunden hatte.
    Was ist das? fragte Eefnerof neugierig nachdem Larat einige Zeit lang versucht hatte aus dem Objekt schlau zu werden. Keine Ahnung musste Larat eingestehen. Ich
    hab diesen Kristall ein Stück neben dem versteinerten Xerg auf dem Boden liegend gefunden und irgendwas hat mich dazu bewogen ihn einzustecken.
    Kann ich mal sehen? bat Eefnerof darauf. Larat reichte ihn ihr bereitwillig rüber. Da nun alle, neugierig geworden um Eefnerof herum standen gab sie ihn weiter damit die anderen ihn auch betrachten konnten.
    Als Reztreha ihn als letzter in der Hand hielt ging auf einmal ein seltsames glühen von ihm aus und dieser lies ihn erschrocken fallen. Alle traten etwas von dem Stein zurück da sie eine Falle Mutnemeds vermuteten.
    Was hast du gemacht? fragte Larat Reztreha vorwurfsvoll. Doch noch bevor er eine Antwort bekommen konnte wurde das Licht immer heller und eine schimmernde, durchscheinende Gestalt bildete sich über dem Kristall.
    Diese hatte starke Ähnlichkeit mit Mutnemed, was Eefnerof vor Schreck zurück prallen lies. Reztreha stellte sich sofort schützend vor sie und brülte die Gestalt an.
    Was willst du hier, uns wieder einmal verhöhnen du elender Teufel?
    Die Gestalt hob darauf beschwichtigend die arme und sprach in freundlichem Ton
    Fürchtet euch nicht, ich bin nicht der den ihr unter dem Namen Mutnemed kennt. Ich war einst derjenige dem sein Körper gehörte. Doch leider war ich ein selbstzufriedener und gelangweilter Beschwörer der auf der Suche nach neuen Abenteuern war. Als ich dann eines Tages seine verheißungsvollen Einflüsterungen vernahm erlag ich diesen in meiner damaligen Unzufriedenheit. Als ich seine wahren Absichten erkannte war es leider schon zu spät und ihm gelang es meinen Körper zu übernehmen und beinahe auch meinen Geist vollständig zu vernichten. Doch im letzten Moment gelang es mir einen kleinen Teil meiner selbst an den Kristall in meinem Stab zu binden, in der Hoffnung das dies eines Tages dazu führen würde das ich mit Hilfe meines Wissens jemandem helfen kann dieses unendlich Böse zu vernichten.
    Gespannt hatten die Gefährten den Ausführungen der Gestalt gelauscht.
    Und woher sollen wir wissen das du uns die Wahrheit sagst und nicht versuchst uns zu täuschen und in eine Falle zu locken? unterbrach Larat nun und stellte damit eine wichtige Frage.
    Das könnt ihr nicht wissen, gab die Gestalt offen zu. Aber ich bitte euch das ihr euch zumindest in ruhe anhört was ich euch mitzuteilen habe bevor nun auch der Rest meiner selbst schwindet. Es bleibt dafür nämlich nun nicht mehr viel Zeit. Danach müsst ihr dann selbst entscheiden ob ihr meinen Worten glauben schenkt.
    Reztreha sah fragend in Richtung Eefnerof und als diese zögerlich nickte meinte er: Also gut dann erzähl uns deine Geschichte, aber rühr dich nicht von der Stelle dabei.
    Das ist mir eh nicht möglich, da ich nur im Lichtstrahl des Kristalls erscheinen kann. erwiederte die Gestalt lächelnd. Es ist eh nicht all zu viel, aber das die Kreatur die nun meinen Körper bewohnt meinen alten Stab häufig weiter mit sich führte kann ich euch ein paar wichtige Informationen geben. Wir befinden uns hier in einer Welt die ihm früher zum Opfer gefallen ist und es war nicht die erste. Wenn er nicht baldmöglichst aufgehalten wird, wird die eure das gleiche Schicksal wie diese ereilen. Wir befinden uns nun etwa hier. Bei diesen Worten machte er eine leichte Handbewegung, worauf eine Karte aus schimmernden Linien in der Luft erschien und auf der er einen Punkt markierte. Der Berg den ihr dort hinten in der Ferne sehen könnt befindet sich hier. Während er dies von sich gab markierte er einen weiteren Punkt. Dort befindet sich das finstere Schloß und in ihm könnt ihr die Quelle seiner Macht finden. Allerdings wird dieses von einer Barriere geschützt die niemanden ohne sein Einverständnis passieren lässt. Diese wird von mehreren Siegeln aufrecht erhalten die sich an verschiedenen Orten befinden. Neue Punkte wurden von dem geisterhaften Finger auf der Karte markiert. Um diese aufzulösen muss am den entsprechenden Orten eine Prüfung absolviert werden oder ein Rätsel gelöst werden. Genaueres kann ich euch darüber nicht sagen da die Siegel schon vor langer Zeit errichtet wurden und er nur in gewissen Abständen kontrolliert ob sie noch alle bestehen. Das ist auch eigentlich schon alles was ich euch zu sagen habe, wobei eines wäre da noch. Du wurdest von vor einiger Zeit von ihm gezeichnet, bei diesen Worten deutete er auf Reztreha der dabei erschrocken zusammen zuckte und rot anlief. Dadurch ist es ihm möglich in deine Gedanken einzudringen wenn er es will. Wenn ihr euch dazu entschließt meinen Worten glauben zu schenken, solltest du von nun an diesen Stein bei dir tragen, den ich mit den letzten Resten meiner Kraft in ein Bannsiegel dagegen verwandel. So und nun muss ich mich von euch verabschieden und wünsche euch viel Glück bei den schwierigen Aufgaben die vor euch liegen. Daraufhin begann die Gestalt langsam zu verblassen und der Kristall glühte noch einmal hell auf bevor das Licht ebenfalls erlosch.

    Einige Minuten standen die Kameraden nachdenklich an Ort und Stelle.
    Was haltet ihr von dieser absurden Geschichte? Klingt nach totalem Unsinn, meinte Triplehelix irgendwann in die Stille hinein. Hm, ich weiß nicht. Wir sollten es nicht voreilig als unwahr abtun, entgegnete Chinshay besonnen. Beantworte mir bitte eine Frage Reztreha. Wurdest du wirklich von ihm gezeichnet? sprach sie weiter.
    Dieser lief wieder rot an vor Scham und zeigte den anderen schweigend seine zerbrochene Rune.
    In dem Fall sollten wir nun in Ruhe über das gehörte nachdenken und uns wie geplant erst einmal ausruhen. Sobald wir uns dann etwas erhohlt haben können wir dann darüber diskutieren ob wir die Informationen glauben wollen oder nicht und was wir als nächstes tun.
    Dem vernünftigen Vorschlag stimmte Eefnerof sofort zu und nicht einmal Triplehelix konnte dagegen etwas einwenden.
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  2. Reztreha

    Reztreha Wunderwald Artist

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    Eefnerof
    Episode 5
    "Die Prüfungen"
    oder "Sein oder Nicht sein"...

    Prüfung Spoiler 800x150.png

    Sie entschieden, sich den Prüfungen zu stellen
    und nach abermaligen Erscheinen der Gestalt wurden die Ziele genannt.

    Chinshay ging mit Triplehelix, der besonnen nickte, obwohl er lieber mit Eefnerof gegangen wäre,
    in Richtung Cordelica, wo sie zum Turm des Lichts beordert wurden.

    Larat und Reztreha in die Berge Ryverns, wobei Reztreha vorher noch nach Brüllkäfern in Larats Beutel schaute, um sich zu vergewissern, dass er nicht noch einmal reingelegt würde,
    und Eefnerof letztendlich nach Lizeria zur schwarzen Brücke.
    Last edited: Nov 20, 2016
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  3. Triplehelix

    Triplehelix CookieCook

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    Da war er nun, der Turm des Lichts. Nach einem 3-tägigen Fußmarsch, während dem Chinshay vergeblich versucht hatte, den mürrisch schweigenden Triplehelix zum Lachen oder zumindest zum Reden zu bringen, ragte schließlich eine hohe Silhouette vor den beiden auf.

    "Was, glaubst du, erwartet uns da drinnen?", beendete Triplehelix endlich sein selbstauferlegtes Schweigegelübde.
    "Vielleicht ein Rätsel. Ich liebe Rätsel!" Chinshay schien völlig begeistert von dem Gedanken an ein schwieriges Rätsel zu sein.
    "Ich hoffe eher auf einen Kampf. Ich habe schon lange niemanden mehr umgebracht." Bei diesen Worten hatte Triplehelix ein ganz bestimmtes, aus den Tiefen des Meeres stammendes Wesen vor Augen.
    "Wir sollten nicht länger warten."

    Vorsichtig betraten die beiden den Turm des Lichts, als sich plötzlich mit einem lauten Knall hinter ihnen die Eingangstür schloss. Trotz seines Namens glich das Innere des Turmes einer kompletten Finsternis. Gerade als sich die unmenschlichen Augen der beiden an das Dunkel des Turmes angepasst hatten, flammten an allen Seiten Fackeln auf und tauchten die gesamte Szene in ein unheimliches Flackern.

    Die beiden blickten sich erstaunt um. Sie standen in einem großen, kreisförmigen Stadion, das starke Ähnlichkeiten mit dem Kolosseum in Rom hatte. Die höher gelegenen Zuschauer-Ränge waren jedoch nicht von Menschen, sondern von allen unmöglichen und noch unmöglicheren Kreaturen aus dem finstersten aller Reiche besetzt. Direkt vor den beiden aber war eine Loge in die Ränge eingearbeitet, die eines Kaisers würdig wäre. Und in dieser thronte Mutnemed persönlich und warf ihnen einen gönnerhaften Blick zu.

    "Wie schön, dass ihr doch noch gekommen seid." Die sichtliche Vorfreude in seinem Tonfall machte die Helden stutzig.
    "Was machst du denn hier? Ich dachte, wir sollen hier eine Prüfung bestehen!" Triplehelix war völlig fassungslos.
    "Ganz genau. Und diese Prüfung stelle ich."
    Theatralisch erschuf Mutnemed ein verwittertes Pergament aus dem Nichts, das deutlich älter aussah, als es tatsächlich war. Dann begann er den Text mit alles durchdringender Stimme zu rezitieren.

    "Das Siegel des Lichts,
    zum Schutze des Dunkelns,
    das niemals zerbricht,
    doch hört man es munkeln…
    Ach, ich sage euch die Prüfung einfach so, sehe ich aus wie Goethe oder was?
    "

    Chinshay und Triplehelix verneinten das. Sie kannten zwar niemanden namens Goethe, aber es konnte kein Wesen existieren, das Mutnemed auch nur im Geringsten ähnlich sah.

    "Also: Wir sind hier in einer Arena und hier werdet ihr euch, wie in den Zeiten der Gladiatoren bekämpfen. Schafft es einer von euch, den anderen zu töten, darf er seine Reise fortsetzen und das Siegel wird zerbrechen. KÄMPFT!"

    "Ist das jetzt dein Ernst? Wieso sollten wir uns gegenseitig töten?"
    Chinshay schien die Prüfung nicht sonderlich zu gefallen. Ein Rätsel wäre doch so viel lustiger gewesen.
    "Weil ich sonst in euren Geist eindringen werde und euch dazu zwinge, euch auf qualvollste Weise zu töten, sodass niemand von euch überlebt. Dann bleibt dieses Siegel bestehen. Ihr wisst, dass meine Macht groß genug ist, um so etwas zu tun."
    "Können wir auch ein paar von den Viechern da auf den Rängen töten? Die Gladiatoren mussten doch auch gegen Tiere kämpfen."
    Das hatte Triplehelix irgendwo gelesen.
    "Oder wir machen ein Rätsel-Duell. Wir stellen uns gegenseitig Rätsel und wer zuerst die Antwort nicht kennt, hat verloren. Ich fang an: Was ist grün und…"
    "NEIN! Ich stelle die Regeln und ich sage: KÄMPFT!"
    "Aber…"

    "Chinshay…"
    Erstaunt drehte sich Chinshay zu Triplehelix um.
    "Es tut mir leid."

    Mit diesen Worten stürzte sich Triplehelix auf Chinshay, mit dem Ziel, den Kampf so schnell wie möglich zu beenden. Noch in der Luft legte er seine menschliche Hülle ab und begann, diesen zu umfließen. Für jedes sterbliche Wesen wäre das der sichere Tod gewesen, doch Chinshay war mehr als das. Sie zerbarst in einer gigantischen Wasserfontäne und verteilte die Masse von Triplehelix in der gesamten Arena.

    "Du hast es so gewollt. Dann werden wir kämpfen."
    Chinshay hatte ein seinem langen Leben schon viele mächtige Kreaturen besiegt, also war sie auch in diesem Kampf siegessicher. Ihr Körper wurde zu einer einzigen Weller und sie füllte die gesamte Arena aus, um auch die letzten Reste von Triplehelix mit einem reißenden Strudel zu vernichten.
    Aber dieser schaffte es, seine Masse wieder auf einen Punkt zu zentrieren und er begann Chinshay in sich aufzusaugen und durch sich selbst zu ersetzen. Währenddessen versuchte Chinshay, Triplehelix einfach durch die Massen des Wassers zu zerquetschen.

    Und genau in diesem Moment, als die beiden verkeilt ineinander eine einzige Substanz waren, erkannten sie es gleichzeitig. Sie würden sich nicht töten. Nicht, weil sie nicht dazu in der Lage wären. Früher oder später würde bei diesem Kräftemessen einer den Kürzeren ziehen und sterben. Sondern, weil sie trotz ihrer Unstimmigkeiten keine Feinde waren. Sie waren vielleicht nicht die besten Freunde und würden es auch niemals sein. Aber sie waren Teil einer Gruppe, einer Gemeinschaft. Sie würden sich nicht verraten.

    Die beiden flossen auseinander und nahmen wieder ihre feste Gestalt an. Dann stürzten sie, wie auf ein Kommando, auf Mutnemed zu. Triplehelix zog im Laufen einen Keks aus seiner Tasche und warf ihn wie einen Wurfstern, Chinshay öffnete ihren Mund und ein Strahl Wasser schoss mit hoher Geschwindigkeit geradeaus.
    Die beiden Geschosse kreuzten ihre Flugbahn exakt in Mutnemeds Kopf und traten auf der anderen Seite wieder aus.

    "Hast du das gesehen?"
    "Natürlich, ich bin doch nicht blind."

    Die beiden tasteten sich vorsichtig an Mutnemed heran, der völlig regungslos dastand.
    "Was macht er?"
    Chinshay brachte ihr Gesicht wenige Zentimeter vor Mutnemeds und musterte seins genau.
    "Keine Ahnung."
    Triplehelix versuchte Mutnemed in die Seite zu pieken, aber seine Hand ging einfach durch ihn durch.
    "Das…das ist nur eine Illusion! Wir wollten uns wegen einer Illusion töten!"
    "Das wusste ich natürlich, ich wollte nur testen, wie stark du bist."
    Chinshay wusste selbst, wie kläglich diese Ausrede war.
    "War bei mir genauso."
    Die beiden schauten sich verlegen an.

    "Oh, was ist das", unterbrach Chinshay die peinliche Stille und deutete auf eine Tür hinter Mutnemeds Thron.
    "Sieht wie der Ausgang aus."

    Die beiden traten durch die Tür und fanden sich in einem langen Gang wieder. Auf einmal begann der ganze Turm zu beben.
    "Was ist denn jetzt wieder?"
    "LAUF!"

    Chinshay riss Triplehelix nach vorne und die beiden rannten los, während hinter ihnen der Turm in sich zusammenviel. In allerletzter Sekunde erreichten sie das Tageslicht, als der Turm in einem riesigen Feuerball explodierte.

    "Glaubst du, das Siegel wurde zerstört?"
    "Hier wurde so ziemlich alles zerstört. Lass uns wieder zu den anderen gehen."

    Und mit diesen Worten machten sie sich auf den Rückweg, auf dem sogar Triplehelix ausnahmsweise gute Laune hatte.
    Last edited: Jan 29, 2017
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  4. Mutnemed

    Mutnemed [10] Legend

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    Das Khaos
    Während unsere tapferen Sonderlinge nun also ihre Aufgabe hinter sich hatten, begannen unsere beiden anderen Helden ihren Aufstieg auf den höchsten Berg des Ryverngebirges, wie es ihnen von Dementum aufgetragen wurde.

    Larat hätte die beiden zwar hinauf teleportieren können, jedoch sprach auch einiges dagegen:
    Zum einen wollte er nicht durch die ganze Teleportiererei riskanterweise eine Lawine auslösen und andererseits war (um keine Gelegenheit für die seiner Natur so üblichen, schelmischen Neckereien an seinem Kameraden auszulassen) Reztrehas grummeliges Gesicht schon Belohnung genug für die Aktion.
    Ihre Langeweile vertrieben sie sich auf ihrem Weg, in dem sie sich darüber Gedanken machten, was wohl ihre Prüfung sein könnte, und teilten dem anderen jeweils die schlimmsten mit, die ihnen einfielen, um dem anderen Angst zu machen. Für Larat war ja auch das nichts Unübliches, bei Reztreha mochte es jedoch wohl nicht zuletzt an der Wunde gelegen haben, die ihm Mutnemed einst zugefügt hatte und (wenn auch nur langsam) unaufhaltsam einen dunklen Einfluss auf ihn ausübte.

    Auf den letzten Metern vor dem Gipfel verdunkelten sich die Gemüter der beiden und sie beendeten ihre Scherzereien über ewige Aufenthalte in Mutnemeds Palast als seine gepeinigten Sklaven und ähnliche Grausamkeiten. Sie wussten, dass sie dem Unausweichlichem immer näher kamen, und nach dem, was sie bisher von ihrem Gegner wussten, würde er es ihnen nicht viel einfacher und erträglicher machen, als in den Hirngespinsten, die sie sich eben noch zur Belustigung, vortrugen. So erreichten sie den Gipfel und ein verwittertes Holzschild in der Form eines Pfeils, auf dem in bereits getrockneter Blutschrift ,,Euer ewiges Ende, unwürdige Bauern" zu lesen war, deutete unheilvoll auf ein Portal, welches zischelnd und irgendwie leise kichernd auf sie wartete.
    Reztreha und Larat sahen sich an, zuckten mit den Schultern und schritten, ohne auch nur ein Wort zu wechseln, hindurch.

    Ein düsteres Lachen umgab die beiden in der Dunkelheit und mit Beendigung des Lautes fanden sich beide allein für sich in einem Käfig wieder.
    Der von Larat befand sich hinter der Theke, der von Reztreha in der Mitte des Raumes.
    Ihr neuer Aufenthaltsort kam ihnen mehr als bekannt vor und Larat wurde urplötzlich von ohnmächtiger Wut gepackt.

    "Was soll denn der Mist? Habt ihr sie nicht mehr alle?"

    Der Raum entpuppte sich zu Reztrehas Entsetzen als jenen Ortes, den er abends nur zu gern besuchte: Larats Taverne!
    Jedoch hatte sich einiges verändert. Das bis dahin ruhige und warme Etablissement war optisch kalt, die Holzbalken überzogen von glühenden, zähflüssig-pulsierenden Adern, ebenso wie die schöne Theke, an der Reztreha so manchen Rausch nach Tavernenschluss ausgeschlafen hatte. Er sah sich um, und nachdem er die gesamte Taverne mitsamt all ihren Verschandelungen in Augenschein genommen hatte, wandte er sich bebend an Larat:

    ,,Larat, wenn du nicht genauso verbal vergenusswurschtelt werden willst wie Mutnemed, formwandel deine Ohren ins Nirvana, oder mach sonst was damit!"

    Larat tat wie ihm geheißen, und so blieb ihm Retztrehas Hurrikan aus Beleidigungen, Beschimpfungen, Verfluchungen und Verwünschungen der übelsten Sorte erspart, zumindest großteils.
    Denn die Worte seines sonst so friedfertigen Kumpels schmetterten mit einer solchen Wucht auf alles in ihrer Nähe ein, dass sich einzelne ,,Worte" doch den Weg in Larats nun ohrenlosen Kopf bahnen konnten. Nachdem sich Reztrehas Hasstirade vollends entladen hatte, holte sich Larat seine Ohren zurück und schloss seinen Mund, der vor Erstaunen und Erschrecken über Reztrehas Wortwahl offen stand. Reztreha wandte sich wieder an ihn, und Larat sah gerade noch, wie das farblose Symbol auf Reztrehas Brust aufhörte zu glühen.

    ,,Tut mir leid, aber als ich diesen einst so schönen Ort sah, kam eine merkwürdige, unbändige Wut hoch. Kannst du dich irgendwie teleportieren oder so? Ich kann mal wieder keine meiner Kräfte spüren, wie in dieser einen Gefängniszelle, die nicht mehr erwähnt werden sollte!“

    "Kann mich nicht teleportieren, spüre meine Kräfte auch nicht! Meine schöne Kneipe! Das wieder auszubessern dauert ewig! Als ob ich nichts Besseres zu tun hätte!
    Ui! Wer hat denn den Boden gelöchert? NICHT MEINEN SCHÖNEN HOLZBODEN AUS WUNDERBAUMHOLZ!!!!"


    Eine Wand aus lila-schwarzem Nebel unterbrach die beiden Kumpanen als sie die beiden wie aus dem nichts von einander trennte. Als sie ihn einatmeten, fielen sie sofort in Ohnmacht und somit einen traumlosen Schlaf. Als Larat erwachte, war er immer noch in seinem Käfig, jedoch war die Nebelwand verschwunden, und ihm auch Retztreha samt seinem Käfig.
    Dafür stand nun Mutnemed auf der anderen Seite des Tresens und grinste breit.

    ,,Gut geschlafen, du niederes Katzentier?", lachte er, ergötzt über die Verwunderung und Wut in Larats Gesichtsausdruck.
    ,,Schau, ich möchte ein Spiel mit dir spielen", sagte er und lehnte sich auf den Tresen.

    Sein Stab begann zu leuchten, und, nicht weit von den beiden entfernt, brachen zwei Käfige aus der Decke und baumelten nun an Ketten, die schwarz wie die Nacht waren.
    Beide Käfige wurden von dem selben Nebel erfüllt, der auch Larat schlafen gelegt hatte. Unter ihnen tat sich jeweils ein Portal auf, als Larat jedoch versuchte einen Blick darauf zu erspähen, wo diese hinführen würden, kam ihm Mutnemed zuvor.

    ,,Ich erklär dir mal, wie gespielt wird."
    Mutnemed änderte seinen Tonfall und machte auf einmal eher den Eindruck eines Moderators einer Spielshow anstatt eines durchaus bösen Wesens.

    ,,Das Spiel heißt: Die Qual der Wahl! Du, ja du, unser glücklicher Kandidat, hat die Macht über das Schicksal von Wunderwald, oder sogar des ganzen Universums zu entscheiden. Es gibt zwei Käfige, zwei Portale, einen Hebel, und dich! Mit dem Hebel entscheidest du, welcher Käfig, und damit sein Inhalt, den Boden unter den Füßen verliert."

    Besagter Hebel befand sich auch schon einen Lidschlag später mitten auf dem Tresen, gerade in Larats Reichweite.

    ,,Im linken Käfig haben wir...", er richtete seinen Stab auf diesen, und der Nebel lichtete sich. Larat wollte seinen Augen erneut nicht trauen.
    ,,Reztreha, über einem Portal in die tiefste und schlimmste aller Höllen (kleiner FunFact: alle, die einmal meine Sklaven waren, und die ich dorthin verbannt habe, flehen mich Tag ein Tag aus an, wieder meine Ungüte und Willkür erleiden zu dürfen, du kannst dir also vorstellen, wie ,,angenehm" die Qualen dort sind)"

    Mutnemed brach in schallendes Gelächter aus und Reztreha klammerte sich mit verzweifelt an die Gitterstäbe seines Käfigs.

    ,,Larat, mach keinen Quatsch!"

    Dieser war sprachlos.
    ,,Und im anderen Käfig ist...", er richtete seinen Stab nun auch auf diesen, und wieder lichtete sich der Nebel.

    ,,Eine Anti-Euthanasia-Bombe, eine meiner gelungensten Erfindungen, direkt über einem Portal nach Wunderwald. Sie ist derart verheerend, dass, wenn sie auf Wunderwald trifft, alles auf ihr in das große Nichts schicken wird: kurz, verheerend, schmerzvoll, GIGANTISCH!“

    Letzteren Ausdruck betonte Mutnemed mit besonderer Freude, und er verfiel wieder in sein Gelächter.
    Als er sich beruhigt hatte, Larat war indes noch sprachloser und entsetzter als zuvor, wandte sich Mutnemed wieder an diesen.

    ,,Du hast also die Wahl: Opferst du Reztreha, deinen besten Freund, und somit einen großen Teil der Kampfkraft eurer bemitleidenswerten Gruppe? Oder löschst du Wunderwald, mitsamt all seinen umschuldigen Lebewesen aus?"

    Links neben dem Hebel erschien ein Schild mit der Aufschrift ,,Reztreha", rechts eines mit der Aufschrift ,,Wunderwald".

    ,,Keine Angst, wenn du gewählt hast, wird sich das andere Portal schließen, und alle drei Käfige werden auf gehen. Die Bombe würde außerdem, solltest du Reztreha opfern, nicht tief genug fallen um zu detonieren, du bist also zu keiner Zeit in Gefahr. Entscheide dich, und entscheide schnell, denn solltest du keine Entscheidung getroffen haben, ehe die Sanduhr abgelaufen ist, werden alle Käfige aufgehen, jedoch ohne, dass sich ein Portal schließt! Viel Spaß!"

    Lachend verschwand Mutnemed und an seiner Stelle tauchte eine Sanduhr auf, die bereits zur Hälfte durchgelaufen war. Wie typisch.
    Reztreha flehte Larat an, er möge doch bitte an all die guten Zeiten zurückdenken, die sie zusammen hatten. Was wäre es schon wert ihre Heimat zu retten, wenn Mutnemed sie sowieso jederzeit mit Leichtigkeit vernichten könnte. Sie hatten seine Macht ja am eigenen Leib erfahren. Er solle ihn lieber retten, da sie so vielleicht genug Kraft hätten Mutnemed endgültig zu besiegen. Larat wurde jedoch noch von einem entscheidenden Faktor daran gehindert, Wunderwald zu opfern: die Möglichkeit, Reztreha sei nur eine Illusion, wie schon damals in der Ruinenstadt.
    Da viel ihm eine List samt einer uralten, verdrängten Erinnerung ein, mit der er versuchen wollte, Mutnemed gegebenenfalls auszutricksen.

    ,,Ich werde dich befreien, keine Sorge, aber der Hebel hier ist ziemlich schwer zu drücken. Helf mir doch mal, und sei es nur, indem du mich anfeuerst mit Dem Ruf!"

    ,,Dem Ruf?", Reztreha war verwirrt.

    ,,Dem, auf den wir besoffen im Knast geschworen haben, nachdem wir den Elfenkönig ausgeraubt haben und danach wieder verdrängt haben, weil wir uns auch geschworen haben, uns niemals so lächerlich zu machen!"

    Reztrehas Mine verdüsterte sich, ihm fiel es patu nicht ein. Wie denn auch, er war ja wirklich nur eine von Mutnemed geschaffenen Illusion! Das einzige, was er in Retztrehas Verstand gefunden hatte, das auch nur in eine ungefähr so absurde Richtung ging, war ein Zauberspruch, der den Stuhlgang erleichterte und so gegen Durchfall half. Also beschloss er diesen ein wenig umzuformen und es mit diesem zu versuchen:
    ,,Lieber lieber Braten, bei allem muss man warten. Kannst du ihn nicht stärker machen? Apfel-bepflanzter-Elfengarten!"

    Larat brach in wildes Gelächter aus, und als er sich beruhigte, kurz bevor die Sanduhr komplett durchlaufen war grinste er.

    ,,Falsch", und er zog den Hebel zum Schild: Reztreha. Dieser schrie und löste sich in einer Wolke aus Rauch auf. Doch damit nicht genug: Alles um Larat herum bekam Risse, wie ein zerbrochener Spiegel. Und dann splitterte alles. Er fand sich hinter dem Tresen in seiner geliebten Taverne wieder, die zwar immer noch verschandelt war, aber sein Käfig war verschwunden. Und nicht nur das: auch die Nebelwand war wieder da, und hinter ihr konnte er eine Stimme hören, die seiner eigenen aufs kleinste glich.
    Er teleportierte sich, seine Kräfte hatte er inzwischen wieder zurück, auf die andere Seite, und sah ein ähnliches Szenario wie bei sich: ein Hebel mit zwei Schildern, eines trug die Aufschrift ,,Larat", das andere las sich ,,Wunderwald". Auch die zwei Käfige mit den Portalen und der Bombe waren da, nur das eine Illusion von ihm an der Stelle war, an der bei ihm Retztreha war. Die Illusion schien bei Reztreha Erfolg gehabt zu haben, denn dieser griff gerade nach dem Hebel und wollte ihn zu ,,Wunderwald" ziehen, doch Larat ergriff die Initiative.

    ,,Nicht", er riss den Käfig von der Kette, welcher daraufhin auf dem Boden zersprang und Reztreha fiel in Ohnmacht.
    Larat zog mit aller Kraft den Hebel nach ,,Larat", und die Illusion löste sich wie die von seinem Freund schon vorher auf. Er stützte Retztreha auf und er kam wieder zu sich.

    ,,Was ist passiert?"
    ,,Ich habe dich und Wunderwald gerettet!", verkündete Larat stolz.

    Die beiden Freunde erblickten an der Stelle, an der noch Augenblicke zuvor jene unnatürliche Nebelwand war, ein Portal, welches Mutnemeds Festung zeigte.
    Gefestigten Willens und mit mehr Entschlossenheit als je zuvor schritten sie darauf zu jedoch, bevor sie hindurchtraten wandte sich Larat noch einmal an Reztreha.
    ,,Rez?“
    ,,Mh?“
    ,,Du hättest Wunderwald geopfert?“
    ,,Öhm, naja. Du bist halt ein wichtoger Teil im Kampf gegen Mutnemed. Eefnerofs Palast ist eh zerstört, und deine Taverne kann man ja auch wo anders wiederaufbauen.“
    Reztreha grinste bis über beide Ohren und ließ Larat verdutzt hinter sich stehen.
    Eine bessere Revanche für Larats kleine Streiche in der Vergangenheit war ihm nicht eingefallen,
    hatte aber wohl Wirkung. Außerdem gelang es ihm so zu kaschieren
    ,,Was denn? Komm, oh Larat, du mein strahlender Wirts-Held! Ab zu den anderen!!!“
    Reztreha zog Larat hindurch und sie wurden, mal wieder, in das Land der Träume geschickt.
  5. Mutnemed

    Mutnemed [10] Legend

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    Auch Eefnerof betrat voller Tatendrang ihren Weg und machte sich für, was auch immer auf sie lauern sollte, bereit. Jedoch dauerte es länger als gedacht, da sie ja ihre Flügel verloren hatte, und nun deshalb den beschwerlichen Weg Fuße nehmen musste. Und als bald auch die Sonne hinter dem Horizont verschwand, setzten auch schon erste, negative Gedanken in ihrem Kopf ein. Sie fragte sich, was wohl passieren würde, und wurde sich mit einem mal darüber klar, in was für eine Gefahr sie sich gerade begab: Sie war alleine, und noch dazu unfähig zu fliegen. Und schon als sie dessen noch bemächtigt war, war ihr Mutnemed um Welten überlegen, und er würde wohl inzwischen nicht schwächer geworden sein. Doch sie lies sich von diesen Ängsten nicht unterkriegen, sondern fasste mit der Idee neuen Mut, dass sie, selbst wenn sie sterben sollte, Mutnemed hoffentlich, zumindest etwas geschwächt zu haben. So kämpfte sie unaufhörlich gegen die schwarzen Fänge der Angst, bis sie vor der Brücke stand.
    ,,Mutnemed! Ich bin hier! Zeige dich und lass mich mich endlich deiner Prüfung stellen!"
    Doch nichts geschah.
    ,,Mutnemed?"
    Immer noch, keine Antwort.
    ,,Komm schon, das ist unfair!"
    Und wieder verhallten Eefnerofs Worte in den Abgründen unter der Brücke ohne irgendeine Reaktion auszulösen.
    Seufzend drehte sich Eefnerof um, bereit, wenn auch unzufrieden, den Rückweg anzutreten. Doch als sie den ersten Schritt tat, spürte sie keine Erde, sondern geschliffenen Stein unter sich: sie stand auf der Brücke. Hatte sie sich nicht gerade um 180 Grad gedreht? Sie sah hinter sich, zwar sah sie den Streifen Land, auf dem sie eben noch gestanden hatte, aber auch dahinter fing die Brüche an. Verwirrt schreckte sie zurück und lies die ganze Situation noch einmal revue passieren: Sie stand gerade, gleichzeitig vor und hinter der Brücke, bei der ihre Prüfung sein sollte, und könnte jeden Augenblick von einem wahnsinnigen Weltenzerstörer aus dem Hinterhalt angegriffen werden. sie überlegte:
    ,,Hat er nicht gesagt, dass jetzt nichts mehr garantiert echt ist?"
    Neugierig herauszufinden, ob die Brücke hinter ihr nur eine Illusion war, setzte sie einen Schritt in die leere daneben, und fiel beinahe hinab. Sie war definitiv echt. Also überlegte sie weiter:
    Wenn ich so nicht zurück kann, muss ich vielleicht über die Brücke."
    Und diesen Gedanken setzte sie auch gleich in die Tat um. Jedoch ging, als Eefnerof sich auf der Mitte der Brücke befand, ein Beben durch ihren Untergrund und die Träger der Brücke begannen zu bröckeln. Bestürzt sah Eefnerof hinter sich und ihre Befürchtung bestätigte sich: Auch die Träger hinter ihr waren gebrochen. Sie spürte schon, wie die Brücke langsam begann, sich in die Tiefen zu senken, also nahm sie all ihre Kraft zusammen und rannte, so schnell sie konnte zum anderen Ende der Brücke und mit einem Hechtsprung auf den so mancher Superathlet neidisch sein konnte erreichte sie die andere Seite die Insel am anderen Ende der Brücke. Insel? Ja, sie war auf einer Insel, die ihr bei genauem Hinsehen bekannt war, wie keine andere: Sie war wieder auf Wunderwald. Doch kaum, dass sie sich dieser Erkenntnis bewusst geworden war, raschelten auch schon die Bäume vor ihr und eine Gestalt die ihr genauso bekannt war trat hervor: Mutnemed. Jedoch Hatte er keine Mordlust in den Augen. Er wirkte nicht, als wolle er auch nur irgendjemandem etwas tun, sondern eher, als sei er zu tiefst betrübt und traurig. Bevor Eefnerof ihn anschreien und vor Wut auf ihn zustürmen konnte erhob Mutnemed seine Stimme, und auch diese wirkte so gebrochen wie er:
    ,,Ich bin gekommen, um mich zu entschuldigen. Ich weiß, dass ich vieles falsch gemacht habe. Und ich will es wieder gut machen, darum..."
    Mutnemeds Stab leuchtete und um ihn herum erschienen vier Gestalten, die Eefnerof schon seit langer Zeit vermisste: Zeta, Eta, Theta und Bob.
    ,,Ich habe eine Verbindung zum Totenreich hergestellt und euch so ermöglicht miteinander zu kommunizieren."
    Bevor Mutnemed weiter sprechen konnte füllten sich die Augen der fünf Freunde mit Tränen und alle, selbst Bob, vielen sich gegenseitig in die Arme. Jedoch viel Eefnerof durch die anderen hindurch und landete, das Gesicht voran, auf dem Boden.
    ,,Dazu wollte ich jetzt kommen: Damit sie auch wieder ein Teil dieser Welt werden können, musst du etwas hiervon essen:"
    Mit diesen Worten holte Mutnemed einen Apfel aus seiner Robe hervor, und hielt ihn, dieses Mal freundlich lächelnd, Eefnerof hin. Diese zögerte, beunruhigt durch die früheren Gräueltaten des Vor-ihr-stehenden und fragte:
    ,,Was ist das?"
    Mutnemed errötete sichtlich und kratzte sich beschämt am Hinterkopf
    ,,Tja, ich habe mich ein bisschen an deinen Bäumen bedient und einen Apfel ,,modifiziert". Er besitzt jetzt ebenfalls eine Verbindung ins Totenreich und wird dir, wenn du ihn isst etwas von deiner Kraft rauben, jedoch wird diese in deine toten Freunde fahren und sie so bemächtigen wieder in eine Welt zurückzukehren. Ich hoffe doch, dass das fürs erste als Wiedergutmachung ausreicht, neben meiner Hilfe die entstandenen Schäden zu reparieren."
    Eefnerof war immer noch ein bisschen misstrauisch.
    ,,Du hast schon tausende andere Welten zerstört, warum solltest du ausgerechnet jetzt zur Besinnung kommen?"
    Mutnemeds Gesichtsausdruck verfinstere sich kurzzeitig und für Eefnerof nicht wahrnehmbar, dann schaute er jedoch wieder beschämt zu Boden:
    ,,Weil ich nachgedacht habe. Es wurde mir irgendwann langweilig, immer der Böse zu sein, der alles zerstört, und da habe ich nachgedacht: warum nicht einmal nett sein und den anderen helfen?"
    Eefnerofs zweifel wurden weniger, jedoch war sie noch nicht komplett überzeugt:
    ,,Und was, wenn das alles nur ein Trick ist und du mich am Ende nur mit dem Apfel vergiften willst?"
    ,,Wenn ich dich hätte töten wollen, hätte ich das schon längst gemacht, und wenn du glaubst, dass der Apfel vergiftet ist, beweise ich dir das Gegenteil. Ich beiße ab, und wenn es mir bei Sonnenuntergang immer noch gut geht isst du auch davon und holst deine Freunde zurück, ein idiotensicherer Plan, oder?"
    Eefnerof überlegte und sah zur gerade aufgehenden Sonne. Ein ganzer Tag?
    ,,Ich weiß nicht so recht."
    Jetzt schalteten sich Eefnerofs Freunde ein.
    ,,Komm schon, wir waren alle lange genug getrennt. Bitte, wir wollen endlich wieder bei dir sein, aber nur du kannst das auch bewerkstelligen."
    Das Auf-sie-einreden ihrer Freunde, ließ Eefnerof schließlich zustimmen und Mut emed biss vom Apfel ab. Der Tag verstrich und als die Sonne unterging sagte Mutnemed:
    ,,Es ist Zeit, hol deine Freunde zurück und ich helfe euch und den anderen, wieder aufzubauen, was ich zerstört habe."
    Eefnerof griff nach dem Apfel, und biss schließlich ab. Mutnemeds freundlicher Gesichtsausdruck wich dahin und machte seinem gewohntem, Wahnsinn Platz. Er lachte teuflisch als die Sonne weg war und er begann, sich wie unter Schmerzen zu krümmen.
    ,,Du hattest recht, mit deiner Vermutung: der Apfel war vergiftet, jedoch setzt das Gift seine Wirkung erst bei Nacht frei."
    Nun begann auch Eefnerof sich zu krümmen. Es fühlte sich an, als flöße Kava durch ihre Adern und als würde sie gleichzeitig erfrieren.
    ,,Von einer Replika vergiftet, wirklich erbärmlich. Wie passend für ein niederes Wesen."
    Und mit diesen Worten verflüchtigte sich die Mutnemed-Kopie in Schwarzen Nebel.
    Eefnerof fiel zu Boden, zu geschwächt, als dass ihre Beine sie hätten tragen können. Da sah sie vor sich ein Portal schweben, durch das sie Mutnemeds Schloss sehen konnte. Mit letzter Kraft Zog sie sich dort hin und schaffte es gerade noch, bevor das Augenlicht sie verließ, jenes Portal mit dem Zeigefinger zu berühren. Dann entschwand sie ins Delirium.
  6. Mutnemed

    Mutnemed [10] Legend

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    Alle fünf wachten auf und befanden sich vor Mutnemeds Palast. Voller Tatendrang stürmten sie hinein und drangen, nachdem sie sich drölfzig-mal verirrt hatten, bis in Mutnemeds Saal vor. Dort wurden sie alle von ihm, kurz-gesagt: abgemurkst, unlebendig gemacht, getötet, ausgelöscht, vernichtet. Das wars mit unseren Helden. Ende gut, alles gut.
    Last edited: Apr 13, 2017
  7. Mutnemed

    Mutnemed [10] Legend

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    Oder auch nicht, denn zum Glück handelte es sich bei jener Abscheuligkeit lediglich um jene Vision, welche Reztreha in dem Delirium durchmachte, in dem er sich befand, bevor er aufwachte. Schreiend schreckte er hoch, und sah, dass die anderen anscheinend bewusstlos neben ihm lagen, und sie alle befanden sich am Fuße von Mutnemeds Anwesen.

    Nach und nach schlugen auch die anderen ihre Augen auf, beschwerten sich über stärkste Kopfschmerzen, und fragten einander, wo sie denn nun seien. Nur einer unserer treuen Gefährten bereitete Reztreha Sorgen: und zwar Eefnerof. Während die geistige Leistung aller anderen wieder langsam in den Normalbetrieb zurück zu kehren schien, blieb sie reglos am Boden liegen, und machte keinerlei Anstalten, zu erwachen. Er stand auf und ging zu ihr hinüber, doch als er ihr Gesicht erblickte gefrohr im das Blut in den Adern.
    Sie war tot. Ihre Augen waren weit aufgerissen und für lilanen Äderchen durchzogen, ihr Mund wie zu einem stummen Schrei geöffnet und ihr stand die nackte Todesangst ins Gesicht geschrieben. Er schrie die anderen zusammen, dass sie endlich mit diesen Albernheiten aufhören, und zu ihm kommen sollten. Sie schreckten zusammen, da sie Reztreha gar nicht so kannten, gehorchten ihm aber und versammelten sich um Eefnerof, und reagierten ähnlich wie Reztreha. Niemand wusste was zu tun war.
    Doch als das blanke Chaos auszubrechen drohte, weil alle sich nur noch anschrien, aus Verzweiflung nichts tun zu können, erbebte die Erde, und alle verstummten erneut.

    Chinshay ergriff das Wort:
    ,,Seid ihr Wesen denn von euren Sinnen verlassen? So, da ihr nun alle wieder beruhigt seid, lasst mich einen Vorschlag unterbreiten. Ich wüsste eine Möglichkeit, wie Eefnerof wieder ins Diesseits kommen könnte. Ich müsste meine Lebensenergie ins Jenseits fließen lassen, und versuchen, mit ihr die von Eefnerof wieder zu entfachen. Dabei besteht jedoch das Risiko, dass meine Seele zerspringt, und ich auf alle 97 Astralebenen dieser Welt verteilt, oder, um es wie ihr auszudrücken, zerfetzt werde. Ohne jegliches Vorwissen auf den Ausgang dieser Prozedur kann ich jedoch sagen, dass es reichlich schmerzhaft für mich sein wird, verzeiht mir also, wenn ich die ein oder andere Träne verdrücken muss. Ich werde nun beginnen. Sucht euch Schutz, denn wenn diese Prozedur abgeschlossen sein wird, erfolgreich oder auch nicht, wird ein Lichtblitz folgen, der jedem von euch bis in alle Ewigkeiten mühelos das Augenlicht nehmen kann!“

    Sie alle taten wie ihnen geheißen, und versteckten sich hinter einem zufällig in der Gegend herumstehenden Felsen, der sie alle ausreichend bedeckte. Chinshay fing an zu schweben, und wurde zu einer Art Wirbel, der sich langsam aber sicher über Eefnerof bewegte.

    Plötzlich hielt er an, wurde zu einer Kugel, und man hörte Chinshay schreien:
    ,,Tut mir leid, ich habe mich überschätzt. In dieser Hölle bin ich deutlich schwächer als sonst. Es war nett mit euch. Nein! Es zerreisst mich! Neeeeeiiiiiin!!!“; und Chinshay wurde in alle Himmelsrichtungen verstreut. Das einzige, was von ihr übrig blieb war, wie vorhergesagt, eine einzelne Träne, welche langsam zu Boden segelte. Jetzt waren alle aus der Gruppe noch verzweifelter als vorher, denn sie hatten gleich zwei Mitstreiter auf einmal verloren, und die Diskussion brach erneut aus. Doch plötzlich durchbrach eine unbekannte, neue Stimme das Geschrei.

    ,,IT‘S ENOUGH!“

    Wieder herrschte Stille. Der Felsen, hinter dem sie alle eben noch standen, zerplatzte und ein schwarzer Strahl schoss in den Himmel. Erst dachten alle, es wäre ein Angriff von Mutnemed, weshalb sie sich Kampfbereit machten. Als es vorbei war, stand ein schwarzes, haariges Etwas vor ihnen, das in etwa Mutnemeds Größe hatte, was die Freunde gleichzeitig noch weiter in ihrem Verdacht bestärkte, aber sie andererseits auch verwirrte, da er noch nie so auf den Plan getreten war. Die Haare zogen sich peitschenartig um das Ding herum und enthüllten es immer mehr, bis vor ihnen ein Wesen stand, das Mutnemed in großen Teilen ähnelte: die Statur, die Farbe der Haut, und sogar eine ähnlich starke, jedoch weniger unheilvolle Aura. All das hatte es mit Mutnemed gleich, und doch hätten sie in all diesen Punkten auf ganz bestimmte Art verschiedener nicht sein können. Die haarige Außenhülle war nun fast vollends zurückgegangen, und entpuppte sich, als die Augenbrauen der Gestalt, welche immer noch wild hin und her zuckten, und mehr zwei unter Strom stehenden Peitschen ähnelten als der Körperbehaarung, die sie eigentlich waren. Diesmal ergriff Reztreha das Wort:
    ,,Bist du ein Diener Mutnemeds? Was willst du?“ Er trat beschützend vor die Anderen.

    Die Gestalt brach in schallendes Gelächter aus und antwortete:

    ,,What? I should be a servant of this thing straight out of hell? Never ever guys! Oh... wait.“

    ,,Habt ihr ne Ahnung, was der da erzählt?“, fragte Larat, worauf die anderen nur mit Kopfschütteln antworteten.

    ,,Ah, so müsste es gehen!“, sagte das Wesen, nachdem es sich zwei bis dreimal links und rechts geohrfeigt hatte. ,,Also, um auf eure Frage zurück zu kommen: lieber würde ich sterben, als diesem Ding da drin zu dienen!“, sagte es und zeigte auf das Schloss.

    ,,Aha, und wer bist du dann?“

    ,,Ich bin, wie du an meinen Augenbrauen vielleicht schon erkannt hast, der weltberühmte gumi Elie. Ihr seid wahrscheinlich verwirrt, da ich derselben Rasse wie Mutnemed angehöre, aber in der Tat bin ich hier um ihn mit euch aufzuhalten.“

    ,,Und wieso sollten wir dir glauben? Wenn du der gleichen Rasse wie er angehörst, wie du sagst, könntest du uns doch auch vernichten wollen!“

    ,,Nah, vielleicht genügt euch vorerst Das hier als Vertrauensbeweis.“ Elie schnippte mit den Fingern, und plötzlich fing Eefnerof an schwer zu Atmen und zu röcheln. Sie schien noch große Probleme dabei zu haben, aber sie atmete. Doch nicht nur das zog die Aufmerksamkeit der Gruppe auf sich, denn plötzlich kam auch ein blauer Strudel aus dem Boden, und drei Wimpernschläge später stand Chinshay wieder an Ort und Stelle. Alle fingen vor Freude fast an zu weinen und sie wussten gar nicht, wer wem zuerst um den Hals fallen sollte. Als dann nun jeder wieder im Hier und Jetzt willkommen geheißen wurde, wandten sie sich alle Elie zu.

    ,,Danke. Mit dir haben wir vielleicht doch eine Chance, diesen Dämonen ein für alle Mal zur Strecke zu bringen.“

    ,,Ja, da hast du wohl recht. Aber bevor wir ihm ordentlich den Hintern versohlen, was ist das da?“ Elie zeigte auf die Träne von Chinshay, die immer noch auf dem Boden lag, obwohl sie auf Grund der Temperaturen dort eigentlich längst hätte verdampft sein müssen.

    Chinshay meldete sich kleinlaut zu Wort: ,,Eine Träne meinerseits. Sie ist mir entrückt, als ich über die Astralebenen verteilt wurde, bei dem Versuch Eefnerof wiederzubeleben.“

    ,,Ja um Himmelswillen, bist du denn von Sinnen?! Tretet schnell alle zurück, ich vernichte sie!“

    Alle sprangen zurück, Elie ballte seine Hände zu Fäusten und sine Augenbrauen wuchsen bis ins unermessliche. Dann schlugen sie mit Urgewalten auf die Träne herab, doch prallten an ihr ab, ohne Schaden zu hinterlassen. Plötzlich erhob sie sich und flog schneller, als das irgendjemand, oder im Falle von Elies Augenbrauen, irgendetwas, sie hätte verfolgen können, durch die Mauern des Schlosses.

    ,,Verdammt, nein! Wisst ihr denn nicht, was ihr damit angerichtet habt? Eine solche Träne war die letzte Sache, die Mutnemed gefehlt hat, um seine ganze Macht zu entfalten!“

    ,,Was? Das alles war noch nicht seine ganze Macht? Ist das hier versteckte Kamera oder heute der 1. April?“

    ,,Leider weder noch, denn es ist mein voller Ernst. Jetzt heißt es: sich zurückziehen und umplanen.“

    Eefnerof hakte nach: ,,Die letzte Sache? Was braucht er denn noch dafür?“

    ,,Nun, da wäre einmal die unerschöpfliche Macht deiner Elfenflügel, dann, als Katalysator dafür diese Träne, und zu guter Letzt die Formel, welche auf der Schriftrolle von Azteroth, oder auch deinem Keksrezept, Triplehelix, zu finden ist. Damit will er...“, doch weiter kam er nicht, denn plötzlich zuckte Elie zusammen und ging zu Boden. Über ihm war nun ein Holzkreuz, wie das einer Marionette zu sehen. Fäden hingen von diesem herab, und drangen in Elies Hände und Füße. Dann verschwand das Ganze und Elie richtete sich Puppenhaft auf. Er schrie: ,,Er übernimmt meinen Körper! Flieht, ich gebe euch solange wie möglich Deckung mit einer uninteressanten Textawand und schlechten Wortwitzen!“

    Die Gefährten runzelten die Stirn, doch als dann zwischen ihnen und Elie tatsächlich eine Wand aus Wörtern aus dem Boden schoss taten sie wie ihnen geheißen und flüchteten in eine nahegelegene Höhle. Kaum waren sie alle drin, konnten sie Elie unter Qualen schreien hören, bis er auf einmal endgültig verstummte. Es war totenstill um unsere Gefährten.


    Währenddessen am Schachbrett:
    Weiß stand im Schach und hatte fast verloren. Ein lächeln machte sich auf dem Gesicht der Gestalt breit, das schon bald zu einem wahnsinnigen Grinsen wurde. ,,Endlich“ Sie warf den Tisch mit dem Schachbrett um, dieser verschwand in der Finsternis des Raumes. Die Gestalt schritt aus dem Sessel, in dem sie eben noch saß auf das Licht zu, und als sie es durchtrat zerplatzte Dementums Körper und Formte etwas neues, unaussprechliches. Endlich hatte Mutnemed seinen wahren Körper wieder.
    Und sein neuester, jedoch treuester Diener, Elie, erwartete ihn schon.
    Last edited: Apr 13, 2017
    Reztreha and Larat like this.
  8. Mutnemed

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    Das Khaos
    ,,Na dolle Wurscht, hat irgendjemand ne Idee, was wir jetzt machen sollen?" Larat schien wieder sich selbst unter Kontrolle zu haben und hatte die letzte Zeit in seinen Gedanken eingeschlossen.
    ,,Wir sollten analytisch an die Sache rangehen und uns erstmal die Lage angucken", grummelte Reztreha.
    Triplehelix rollte mit den Augen.
    ,,Ach ja?! Wir haben zum einen einen Dämonen, Welterzerstörer oder was auch immer, genau wissen wir es ja nichtmal, der jetzt mächtiger als je zuvor ist, und der wer-weiß-was mit diesem Elie gemacht hat. Noch Fragen?"

    Bevor Triplehelix allerdings eine Antwort bekam, bebte die Höhle weiter im Inneren und die Freunde stürmten nach draußen, um einem eventuellen Ensturz zu entrinnen. Doch sie stürzte nicht ein, stattdessen kam etwas aus ihr herausgeschossen, und zwar der gleiche schwarze Strahl, mit dem Elie einst in Erscheinung trat. Diesmal war er jedoch von durchweg unheiivoller Aura umringt. Drohende Blitze schossen in alle Richtungen und gaben etwas mehr als Böses kund. Der Strahl lichtete sich wieder und erneut war Elie auf den Plan getreten, jedoch sah er nun etwas anders aus. Das Rot seiner Kleidung war, wie seine Hautfarbe, verschiedenen Lilatönen gewichen, und seine Augenbrauen wirkten sicher 2-3 mal imposanter, als sie ohnehin schon waren.

    ,,Im Namen meines Meisters werde ich euch vernichten!"

    Ohne weitere Worte zu verlieren, stürzte der schwebende Elie auf die Gruppe herab. Chinshay baute einen Schild auf, den Eefnerof mit all ihrer Macht sofort verstärkte, doch Elie durchbrach die Barriere wie es schien mit größter Leichtigkeit. Triplehelix, Larat und Reztreha konnten zwar noch rechtzeitig ausweichen und zur Seite springen, Chinshay und Eefnerof wurden jedoch voll erwischt. Doch als sie regungslos am Boden lagen, lies Elie noch nicht von ihnen ab, sondern packte sie mit seinen Augenbrauen und beide wurden von einer finsteren Energie durchdrungen, die ihnen jegliches Leben zu enziehen schien.

    Reztreha startete ein rachsüchtiges Bombardement aus Ultimo-Töpfen, Larat nahm die Gestalt der riesigen weißen Bestie Lebra an und stürmte auf den neuen Feind zu, und auch Triplehelix machte sich nützlich, indem er seine wahre Form annahm und ebenfalls zum Angriff ansetzte. Alle trafen sie ihr Ziel und schlugen wild drauf ein. Es zeigte eine gewisse Wirkung, denn Elie ging zu Boden und der Griff um die beiden Gefangenen löste sich, jedoch waren ansonsten keine Auswirkungen spürbar. Elie richtete sich wieder auf, er schien mit sich selbst zu sprechen:

    ,,Nein Meister, ich bitte euch, nur noch eine Chance, bitte, ich flehe euch an... ihr werdet es nicht bereuen, höchsten Dank für eure Gnade!"

    Mit diesen Worten setzte Elie zu einem erneuten, noch stärkeren Sturmangriff an, doch nur Momente bevor er seinen Angriff sicher landen konnte gab es einen Blitz und ein alter, jedoch fast vergessener Bekannter hielt Elie mit seiner Axt auf. Dieser prallte daran ab und blieb schockiert in der Luft stehen.

    ,,Diesmal nicht!", und der Kürbiskopf grinste. ,,Wenn du zu ihnen willst, musst du erst an mir vorbei!" Xergs Axt verwandelte sich in eine überproportional große Sense. Er holte Aus und ein Glatter Schnitt ging mitten durch Elie. Dieser war inzwischen wieder in scheinbare Selbstdebatten verfallen

    ,,Nein, bitte nicht, neeein!"


    Sein Schrei wurde abrupt unterbrochen, als er in der Luft zerplatzte wie eine schmierige, lila Seifenblase. Alles war still und glotzte nur ungläubig auf das, was sich da abspielte, wo Elies Überreste auf den Boden auftrafen. Es waren Fäden zurückgeblieben, ähnlich denen einer Marionette, die sich wie Schlangen bewegten und das Wort ,,Nichtsnutz" formten, bevor sie entgültig zur Ruhe kamen.

    ,,Hat er gerade... seinen eigenen Diener umgebracht?" Triplehelix stotterte etwas, fing sich aber direkt mit einem Räuspern und schaute unglkäubig in Richtung des dazugekommenden, alten "Bekannten".

    Xerg nickte, weniger als die anderen, aber dennoch schockiert über das Spektakel.
    ,,Sieht ihm recht ähnlich".

    Triplehelix schaute Xerg mit giftigem Blick an:
    ,,Warum bist du eigentlich hier? Warst du nicht nur eine Statue? Und wo hast du eigentlich mein Keksrezept, du dreckiger Dieb?! Ich sollte dich am liebsten..."

    ,,Nun mal ganz ruhig, ich habe, wie du dir wohl schon denken kannst, in SEINEM Auftrag gehandelt. Das so etwas passieren würde, hätte ich mir zwar nicht mal erahnen können, aber gut, es ist nunmal passiert. Als Mutnemed seine neue Form annahm, wurde auch gleichzeitig sein Bann über mich gebrochen, also bin ich jetzt hier, um mich an ihm zu rächen und galube mir, das setze ich um! Um auf deine Frage zurück zu kommen, das Rezept müsste er bedauerlicherweise haben, wo genau weiß ich nicht, aber es müsste sich herausfinden lassen. Also was sagt ihr, gemeinsam gegen Mutnemed, brauchen tu ich euch nicht, aber gemeinsam ist's interessanter!? Und bevor jetzt irgendwer Einwände macht in Richtung können wir dir denn vertrauen, oder so: wenn ich euch nicht dabei haben wollte, hätte ich euch dann eben im Kampf beschützt und wie es aussieht, sogar gerettet?"

    Eefnerof, die gerade einen solchen Einwand bringen wollte, senkte ihren Finger wieder und machte beleidigt einen Schmollmund, war jedoch damit einverstanden, dass Xerg mitkam.
    Larat schubste Reztreha in die Seite. "Ich trau dem Typ da nicht. Einmal auf die falsche Seite, immer auf der falschen Seite. Den behalt ich im Auge!"
    Man hatte nichts dagegen, und so kam es dann, dass die Gruppe sich erneut vergrößerte. Entschlossen, jedoch ehrfürchtig der Demonstration Mutnemeds neuer Kraft bedenkend, schritten sie also zu dessen Residenz....
    Last edited: Jan 26, 2018
    Larat and Reztreha like this.
  9. Larat

    Larat Tavern Keeper

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    Liste der verfügbaren erscheint in meiner Signatur wenn ich endlich mal den elan/die Zeit aufbring sie abzutippen ;)
    Das mächtige Eingangstor durchschritten stand nichts mehr zwischen ihnen und dem Monster, dass all dies zu verantworten hatte. So glaubten sie zumindest. Denn in Wahrheit fanden sie sich in einer riesigen Halle mit hunderten und aber hunderten geschlossenen Türen wieder. Doch noch erstaunlicher als die ganzen Türen war die Decke, oder viel mehr das, was sich an deren Stelle befand: denn nach oben hin schien der Raum keinerlei Begrenzung zu haben, sondern entschwand in einer Dunkelheit aus der metallisches Klicken zu vernehemn war, und sich drehende Zahnräder erahnen ließen. den Gefährten stand der Mund offen: sie hatten vieles erwartet, doch nicht das. Als sie sich wieder gefangen hatten, begann die Rätselei, welche Tür sie denn nun zu ihrem Ziel führen würde. Larat ergriff die Initiative, schritt geradewegs auf eine Tür zu und riss diese auf. dort hinter befand sich jedoch eine weitere Überraschung: denn anstatt sich in einer Folterkammer oder der gleichen wiederzufinden, was er eigentlich erwartet hatte, kam er aus einer anderen Tür der Eingangshalle wieder heraus. Ungläubig ging er rückwärts erneut hindurch, und er kam wieder aus der anderen Tür.

    ,,Ich habe das Gefühl, mit Logik kommen wir hier nicht weiter, oder sollen wir hier jetzt jede einzelne Tür auspobieren?"

    Bevor jedoch irgendwer antworten konnte, richteten sich alle Augen auf Reztreha, denn dessen Brust hatte sich grau gefärbt und er zu schweben begonnen. dann glitt er, wie ein Gespenst in Trance auf die Eingangstür, die sich währenddessen von allen unbemerkt geschlossen hatte, zu. Als er angekommen war, leuchete sie von der anderen Seite golden auf. Er sank langsam und schien wieder zu Bewusstsein gekommen zu sein, denn er stand nun wieder da, als sei nichts gewesen. Xerg wollte wissen:

    ,,Was war das?"

    ,,Ich weiß nicht, auf einmal war ich weg, und als ich wieder zu mir kam stand ich hier. Jedenfalls weiß ich, dass das hier, wie auch immer das möglich sein soll, die richtige Tür ist. Aber Logik brauchen wir in der Residenz dieses Irren ja wohl erst gar nicht erwarten."

    Mit diesen Worten schritt er weiter auf die Tür zu, stämmte seine Hände dagegen und brachte es schließlich fertig sie zu öffnen. Und diesmal lagen sie wirklich richtig: sie befanden sich in Mutnemeds Thronsaal, doch er sah um einiges schlimmer aus, als sie alle ihn sich vorgestellt hatten: überall von der Decke hingen Käfige, in denen teils bereits tote, teils noch gerade so lebende Kreaturen aus bekannten und fremden Wesen vor sich hinwegetierten. Diejenigen, die noch nicht die Gnade erfahren hatten, durch den Tod erlöst worden zu sein waren bis auf die Knochen abgemagert und sahen unsere Helden nur mit leeren, gebrochenen, und flehenden Augen an, so als wollten diese sie bitten, ihr Leid zu beenden, doch hatten nicht mehr die nötige Kraft dazu. Aus den Wänden ragten steinerne Elfenköpfe, ihre Gesichter zu Grimassen des puren Terrors verzerrt, und aus ihren Mündern floss unaufhörlich Blut, wie aus grotesken Springbrunnen. Doch auch der Thron des Schreckenlords selbst stand der übrigen Einrichtung in nicht nach: er war aus Knochen geformt, und aus der Rückenlehne ragten riesige, zerrissene Elfenflügel. Es gab keinen Zweifel: hier würde sich das Schicksal einer ganzen Welt, nein, eines ganzen Universums entscheiden. Wenn sie Mutnemed nicht aufhalten konnten, dann konnte es niemand. Starr vor Schock standen sie alle da, keiner war im stande auch nur einen Laut von sich zu geben. Und dann erhob er sich höchstpersönlich. Mutnemed stand aus seinem Thron des Schreckens auf und begrüste die Neuankömmlinge:

    ,,Ah, wie ich sehe, seid ihr alle gekommen. Ich habe euch erwartet. Lasst das Spektakel beginnen!"

    Die anderen hatten sich auch nun wieder gefangen und gingen in Kampfposition, bereit dieses Übel ein für alle mal zu beseitigen. Doch gerade als der Gruppenangriff starten sollte krümmte sich Reztreha unter höllischen Schmerzen. Eefnerof wollte ihre heilenden Kräfte einsetzen, doch plötzlich riss Reztrehas Brust auf un ein schwarzer Strahl, ähnlich dem mit dem auch Elie zum ersten mal aufgetreten war, schoss heraus. Diesmal hatte er jedoch die finstere Aura Mutnemeds, und keine freundliche, unbekannte.

    ,,Einst sääte ich die dunkle Saat in dir, nun ist sie vollends erblüht."

    Reztreha schrie und schrie, doch es schien kein Ende zu nehmen, doch irgendwann war es vorbei, und vor ihnen stand eine Art Schatten, der die Form und Gestalt Reztrehas hatte. Noch bevor irgendjemand reagieren konnte, stürzte diese Gestalt sich auf den noch stark geschwächten Reztreha und prügelte ihn in die Eingangshalle zurück, worauf sich die Tür zwischen ihnen schloss.

    ,,Und nun zu euch."

    Weiter ließen ihn die anderen aber dieses Mal nicht kommen, sondern stürzten sich allesamt auf ihn. Doch kein Angriff traf, denn alle Geschosse, alle Schläge, einfach alles, ja, selbst Zauber, prallten an einer Art unsichbarer Barriere ab. Völlig entkräftet wichen unsere Helden wieder zurück um ihre nächste Strategie zu planen, aber nun war Mutnemed am zug: ein Lichtstrahl umgab ihn, und drei Kreaturen, die man vorher noch als Teil von ihm ausmachen konnte, standen vor ihm, als die Sicht auf ihn wieder da war. Mutnemed lächelte und verschränckte die Arme hinter seinem Rücken, während die anderen drei Wesen sich auf unsere Heldengruppe stürzten.
    Last edited: Jan 22, 2018
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  10. Larat

    Larat Tavern Keeper

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    Liste der verfügbaren erscheint in meiner Signatur wenn ich endlich mal den elan/die Zeit aufbring sie abzutippen ;)
    Larat nutzte seine Katzenartigen Reflexe und warf die anderen um, sodass der Angriff der Feinde sie verfehlte, und sie alle über unsere Gruppe hinweg flogen und geradewegs an die nächste Wand segelten. Doch anstatt zu boden zu gehen nahmen die Gestallten nur noch mehr Geschwindigkeit auf und starteten einen weiteren Versuch. Doch erneut konnten sich unsere Helden retten, indem sie alle wegrollten und die Wesen alle ihre Angriffe auf Mutnemeds neuen Teppich richten ließen. Dieser schnaubte verärgert auf und seine drei Diener zuckten zusammen,doch dann rissen sie sich wieder zusammen und stürzten sich für ihren Meister nocheinmal auf die Gruppe.Jeder bekam einen zu fassen und befand sich nun im zweikampf. Nur Larat und Grex konnten ausweichen und versuchten nun ihren Kameraden wieder zu Hilfe zu eilen. Doch egal zu wem sie kamen, die beiden Kämpfenden waren jedesmal in einer Blase eingeschlosen, die der glich, die Mutnemed beim Gruppenangriff umgab und ein Durchkommen unmöglich machte. Dieser murmelte währenddessen irgendwelche unverständlichen Worte, doch das kümmerte die beiden im Augenblick herzlich wenig, denn sie starrten gebannt auf das Geschehen welches sich bei ihren Freunden abspielte. Niemand schien wirklich die Oberhand zu haben und es war ein ständiges Hin und Her. Doch dann wurde die Tür aufgerissen und Reztreha stand da, genug Ultimo-Töpfe in den Händen um Eefnerofs komplette Wache doppelt und dreifach auszustatten.

    ,,Überraschung. Alle die Luft anhalten, schnell!"

    Mit diesen Worten ließ er sie alle fallen und der Raum wurde von einer Explosion grünen Rauchs gefüllt. Als er sich wieder verzogen hatte, waren die Blasen weg und Mutnemeds Diener knieten erschöpft, bewegungsunfähig und mit Schmerzen im Gesicht auf dem Boden. Den Helden ging es jedoch allen gut, denn sie hatten sich an Reztrehas Anweisung gehalten. Nun sahen sie ihre Chance gekommen und entließen ein Feuerwerk an Zerstörung auf jene Wesen, welche sie anschließend langsam in schwarzen Rauch auflösten und jeweils eine andere Sache zurückließen, die ihnen sehr bekannt vorkamen: Triplehelixs Keksrezept, die Träne von Chinshay und zu guter letzt auch Eefnerofs Feenflügel.

    ,,Nein, nicht!"

    Mutnemed stürmte nach vorne, auf die Gruppe zu, doch es war zu spät. Eefnerof berührte ihre Flügel, und sie saßen mit einem Male wieder an ihrem Rücken, als wären sie nie weg gewesen. Triplehelix hatte sein Rezept eingesteckt und Chinshay hatte ihre Träne absorbiert. Mutnemed sank zusammen und fiiel zu Boden, kaum fähig sich zu rühren.

    ,,Wow, so einfach war das? Ih dachte unser Mister Großkotz würde uns deutlich mehr zu schaffen machen..."

    Larat hielt mitten im Satz inne als er
    merkte, dass niemand amüsiert erschien.

    ,,Sei doch froh das es vorbei ist."

    Die anderen stimmten Reztreha zu.

    ,,Naja, hast ja recht, aber sag mal, was hast du eigentlich mit diesem Schattenfratzen gemacht?"

    Reztreha holte einen Ultimo-Topf hervor, jedoch war dieser größer als alle anderen, und mit Runen überseht.

    ,,Ich hab ihn in diesen Ultimatum-Topf gesteckt, eine verbesserte Version des Ultimo Topfes. Ich hab ihn eigentlich entwickelt um Mutnemed gefangen nehmen zu können, damit wir dann über ihn richten können, aber das ist ja nun nicht mehr nötig. Also, was machen wir jetzt mit ihm?"

    ,,So gern ich auch etwas anderes sagen und glauben würde, denke ich nicht, dass er sich ändern könnte. Nicht nach all dem was er getan hat."

    Die anderen stimmten Eefnerof zu und so schritten sie auf Mutnemed zu.

    ,,Irgendwelche letzten worte?"

    Reztreha holte schon einen Ultimo Topf heraus, doch da machte sich ein Lächeln auf Mutnemeds Gesicht breit.

    ,,Ihr Narren. Manjazaltar!"

    Die Zeit begann immer langsamer zu verlaufen, bis sie schließlich stehen blieb und sogar anfing, rückwärts zu laufen und spulte sich soweit zurück, bis zu dem Moment, an dem Mutnemed die seltsamen Worte sprach. Doch diesmal drehte er sich anschließend zu Larat und Grex um.

    ,,Habt ihr wirklich geglaubt, ich wäre so einfach zu besiegen gewesen? Wann lernt ihr sterblichen Wesen endlich? Ich, dass allmächtige böse, bin U-N-B-E-S-I-E-G-B-A-R."

    In diesem Moment stürzte Reztreha wieder durch die Tür, doch diesmal war Mutnemed vorbereitet, stürmte nach vorne, verpasste ihm mit seinem Zepter einen kräftigen Hieb in die Magengegend, und gerade als Reztreha zusammenbrach und die Töpfe fallen lies, schloss sich eine Blase um ihn, sodass er im giftigen Rauch seiner Töpfe eingeschlossen war.

    ,,Was? Wie *hust* konntest du..."

    ,,Ich bin euch niederen Wesen eben immer einen Schritt voraus"

    Reztreha sackte immer weiter zusammen, gequält von dem Gift seiner eigenen Waffe. Doch Larat und Grex ergriffen die Initiative. Grex zog lächerliche Grimassen aller Art, sprang um Mutnemed herum, und ohrfeigte ihn an und wann. Und während Mutnemed diesem nachsetzte verwandelte sich Larat in eine Katze, sprang unter Mutnemeds Arm durch und entriss dem überraschten sein Zepter. Larat verwandelte sich unverzüglich wieder zurück, und nur Augenblicke bevor der Rasende ihn erreichte zog er den Stein in dem sich einst die Überreste Dementums befanden hervor und setzte ihn an die Stelle, von der er abgebrochen war. Ein Blitz aus weißem Licht durchfuhr Mutnemed und er ging erneut zu Boden. Auch die Blasen hatten sich wieder aufgelöst, mitsamt der von Reztreha und den anderen Kreaturen Mutnemeds. Erneut eigneten sich die drei wieder ihre Sachen an und Larat zog eine Rolle Panzertape aus seiner Tasche und klebte Mutnemed den Mund zu und fesselte seine Hände auf dem Rücken.

    ,,So, sicher ist sicher." meinte Larat, worauf alle bis auf Grex ihn fragend ansahen. Anscheinend konnten nur die beiden sich an die Sache mit dem Zeitrückspulzauber erinnern, was wahrscheinlich daran lag das die anderen dadurch wieder in die Blasen eingesperrt bzw. aus dem Raum befördert wurden, wohingegen sie nur ein paar Schritte im Raum versetzt wurden.

    ,,Also, was machen wir JETZT mit ihm?" fragte Grex in die Runde nachdem er und Larat den anderen die Sache erklärt hatten.

    Doch bevor irgendwer einen Vorschlag machen konnte, schlug Mutnemed seine Augen auf. Doch sie waren anders, sie läuchteten grau und eine Stimme erklang in den Köpfen der Helden.

    ,,Ihr Narren, was habt ihr getan? Ich bin das prophezeite Ende, das ewige Finsternis bringt. Wer seid ihr, dass ihr es wagt, euch gegen das Schicksal der Welt zu stellen?"

    Mutnemed begann zu schweben, die Hände von sich gestreckt und von gleißendem Licht umhüllt.

    ,,Aber das ist egal, ich werde wiederkommen, und das stärker, gnadenloser und mit mehr Psychospielchen als je zuvor. Klingt das nicht nach Spaß? Bis dann ihr Narren. Diese Welt hat mich nicht zum letzten Mal gesehen."

    Und noch während er wahnsinnig lachte, wurde er vom Licht zerrissen, und das Lachen verhallte.

    ,,Ich würde sagen, Problem gelöst."

    ,,Vorerst, er meinte doch, dass er wiederkommen wird, und wenn ich eines über derartige Wesen weiß, dann, dass sie immer wiederkommen."

    ,,Mach dir darüber keine Gedanken, meine Werte Chinshay. Ich werde nun erstmal mit den anderen nach Wunderwald zurückkehren und mit dem Wiederaufbau beginnen. Hast du inzwischen deine Erinnerung eigentlich wiedererlangt?"entgegnete Forenfee darauf.

    ,,Nein leider nicht, aber ich werde nicht aufgeben, weiter durch die Dimensionen reisen und hoffentlich eines Tages erfolgreich sein. Jetzt habe ich jedenfalls eine schöne Erinnerung, die mich auf diesem Wege begleiten wird. Und falls er euch nocheinmal Probleme bereiten sollte..."

    Mit diesen Worten drückte Chinshay Eefnerof einen rechteckigen, schwarzen Kasten mit nur einer großen Taste, auf der ein grüner Bogen abgebildet war, der zu den Enden hin dicker wurde.

    ,,Was ist das?"

    ,,Das, meine werte Eefnerof, ist ein so genanntes T-e-l-e-p-h-o-n. Drück einfach auf die Taste, und wir können uns unterhalten, egal wie viele Dimoensionen oder Maßeinheiten für Entfernungen wir auch von einander entfernt sein mögen."

    ,,Ah, ich verstehe. Ich vermiss dich jetzt schon um ehrlich zu sein, komm uns bitte ganz oft besuchen, ja?"

    Und Eefnorof schmiss sich an Chinshay und versuchte sie zu umarmen, versank jedoch in ihr.

    ,,Das werde ich, keine Angst", lachte Chinshay und wandte sich an die anderen.

    ,,Es war wirklich schön mit euch, ich werde euch nicht vergessen, und passt auf euch auf", und mit einem Grinsen fügte sie hinzu: ,,gerade du, Triplehelix"

    Dieser antwortete nur, ebenso grinsend: ,,Das geb ich nur allzugerne zurück, du alte Perückenprinzessin."

    Chinshay kicherte und richtete sich ein letztes mal an die Gruppe: ,,Auf wiederehen, Freunde", und einen Augenblick und ein ,,Puff" später, war sie auch schon weg. Die anderen begannen sich in Richtung ausgang zu begeben und Eefnerof stellte die entscheidende Frage: ,,Wollen wir wetten, Triplehelix, dass ich besseren Apfelkuchen hinbekomme, als du deine Kekse?"

    Triplehelixs Miene erstarrte, doch dann grinnste er wieder

    ,,Top, die Wette gilt."

    "Alles klar, und Rezi und ich bilden die Jury" warf Larat sofort ein.

    "War ja klar, oller Nimmersatt" meinte der erwähnte darauf kopfschüttelnd als die Freunde gemeinsam durch das Portal zurück in ihre Welt schritten.




    Epilog:
    Viele tausend Jahre und ein oder zwei Dimensionen später, im Gumi Hauptquartier:

    Die Gumi-Vorsitzenden saßen an einem Tisch und grübelten über die Feierlichkeitenb zum 3. Jahrestages ihres Erfolgsspieles ,,Brave Frontier". Doch da keiner auch nur den Anflug einer Idee hatte, herrschte eisiges Schweigen, welches jedoch plötzlich von Redrus gebrochen wurde.

    ,,Ich geh mal in die Bibliothek und schau mal, dass ich vielleicht ein bisschen Inspiration kriege."

    Diesen Vorschlag setzte er auch in die Tat um, doch gerade als er die Bibliothek betrat, viel ihm ein Buch von hoch oben auf den Kopf und riss ihn zu Boden. Als er sich von diesem heimtückischen Literaturangriff erholt hatte, sah er sich das Buch genauer an. ,,Die Legenden von Wunderwald" Er konnte sich nicht an das Buch erinnern, also wagte er es einmal und warf einen Blick hinein, doch nur einen Augenblick später wurde ihm schwarz vor Augen. Als er aus dieser traumlosen Ohnmacht wieder erwachte, hörte er eine Stimme in seinem Kopf:

    ,,Hallo, Alessandro."

    ,,Ha-hallo, wer bist du?"

    ,,Das spielt keine Rolle. Was eine Rolle spielt, ist dass es Arbeit zu tun gibt. Du müsstest da jemanden für mich loswerden. Es handelt sich um Gumi Elie, er ist ein Nachfahre des Elie, der zu meinem Einzigen Misserfolg beitrug. Er muss verschwinden, sei dabei ruhig etwas kreativ. Bist du bereit, Sklave?"

    ,,Ja, Meister!", und Redruss Augen begannen lila zu leuchten...
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  11. Reztreha

    Reztreha Wunderwald Artist

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    Eefnerof
    So trafen sich alle nach einer kleinen Weile in Larat's Taverne,
    in der sie unter allen nicht mehr als andere "normale" Gäste auffielen.
    Keiner der Abenteurer hatte seitdem über ihre Taten gesprochen
    und dies wollten sie auch so belassen.
    Larat pfiff vergnügt hinter seinem Tresen, Reztreha pfiff leiser, da er mal wieder
    "den einen" Deckel weiter an Heidenherz reichte, welcher breit grinsend
    dem A... dem Bibliothekar dankend die prall gefüllten Metkrüge abnahm.
    Eefnerof lächelte kopfschüttelnd und bemerkte beiläufig,
    wie Triplehelix Chinshay einen lila Keks gab, welcher
    blitzschnell und unbemerkt in Heidenherz' Krug landete.

    Keinem fiel die komische Figur auf, die sich in einer Ecke kauernd hinter
    einer Tasse Tee versteckte. Die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, war
    bis auf die übergroßen Augenbrauen nichts zu sehen...........


    [​IMG]
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